Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO
zwischen dem bei der Registrierung angegebenen Unternehmen (Verantwortlicher, „Kunde“) und der Fortitude Dynamics Solutions GmbH, Georgstraße 54, 30159 Hannover (Auftragsverarbeiter, „Fortitude“). Der Vertrag wird bei der Registrierung elektronisch geschlossen (Art. 28 Abs. 9 DSGVO); der Kunde erhält eine Bestätigung in Textform.
§ 1 Gegenstand und Dauer
Fortitude verarbeitet personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden, soweit dies für die Bereitstellung der Fortitude KI-Plattform im Rahmen des Early Access erforderlich ist. Die Laufzeit entspricht der Laufzeit des Hauptvertrags (Early-Access-Bedingungen). Einzelheiten zu Art, Zweck, Datenarten und Betroffenen enthält Anlage 1.
§ 2 Weisungen
Fortitude verarbeitet die Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Kunden, die durch diesen Vertrag, die Konfiguration der Plattform durch den Kunden (z. B. freigegebene Modelle, Werkzeuge, Aufbewahrungsfristen) und Weisungen in Textform erteilt wird – es sei denn, Fortitude ist durch Unionsrecht oder deutsches Recht zur Verarbeitung verpflichtet; dann teilt Fortitude dies vorab mit, soweit zulässig. Hält Fortitude eine Weisung für rechtswidrig, weist Fortitude unverzüglich darauf hin. Kundendaten werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet.
§ 3 Vertraulichkeit
Fortitude setzt nur Personen ein, die zur Vertraulichkeit verpflichtet wurden oder einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen, und die mit den einschlägigen Datenschutzvorschriften vertraut sind.
§ 4 Sicherheit der Verarbeitung
Fortitude trifft die technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO gemäß Anlage 2. Die Maßnahmen dürfen weiterentwickelt werden, sofern das Schutzniveau nicht unterschritten wird.
§ 5 Unterauftragsverarbeiter
Der Kunde genehmigt die in Anlage 3 genannten Unterauftragsverarbeiter. Über beabsichtigte Änderungen informiert Fortitude mindestens 30 Tage vorab in Textform; der Kunde kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen und den Vertrag in diesem Fall zum Zeitpunkt der Änderung kündigen. Fortitude erlegt Unterauftragsverarbeitern dieselben Datenschutzpflichten auf wie in diesem Vertrag.
§ 6 Ort der Verarbeitung
Die Verarbeitung findet in Deutschland statt. Eine Übermittlung in Drittländer erfolgt nicht; die KI-Modelle laufen auf von Fortitude betriebenen Servern und nicht bei externen KI-Anbietern.
§ 7 Unterstützung des Kunden
Fortitude unterstützt den Kunden mit geeigneten Maßnahmen bei der Erfüllung der Rechte betroffener Personen (Art. 12–22 DSGVO) sowie bei den Pflichten nach Art. 32–36 DSGVO. Anfragen betroffener Personen, die sich an Fortitude richten, leitet Fortitude unverzüglich an den Kunden weiter.
§ 8 Meldung von Datenschutzverletzungen
Fortitude meldet dem Kunden Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich, möglichst innerhalb von 48 Stunden nach Bekanntwerden, mit den Informationen nach Art. 33 Abs. 3 DSGVO, soweit verfügbar.
§ 9 Löschung und Rückgabe
Nach Ende des Vertrags kann der Kunde seine Daten innerhalb von 30 Tagen exportieren. Danach löscht Fortitude die Daten, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht, und bestätigt die Löschung auf Anfrage.
§ 10 Nachweise und Kontrollen
Fortitude stellt dem Kunden alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung dieses Vertrags zur Verfügung und ermöglicht Überprüfungen einschließlich Inspektionen durch den Kunden oder einen von ihm beauftragten, zur Verschwiegenheit verpflichteten Prüfer – nach angemessener Vorankündigung, während der Geschäftszeiten und ohne Störung des Betriebs.
§ 11 Schlussbestimmungen
Bei Widersprüchen geht dieser Vertrag in Fragen des Datenschutzes den Early-Access-Bedingungen vor. Änderungen bedürfen der Textform. Im Übrigen gelten die Early-Access-Bedingungen und die Datenschutzerklärung.
Anlage 1 – Art und Zweck, Datenarten, Betroffene
- Zweck: Bereitstellung und Betrieb der KI-Plattform (Chat mit KI-Modellen, Datenanalyse, Erstellung von Dokumenten, Wissensbasen, Benutzer- und Rechteverwaltung, Support).
- Datenarten: Benutzerkonten (Name, E-Mail-Adresse, Rolle), Inhalte (Eingaben, Unterhaltungen, hochgeladene und erzeugte Dateien, Wissensbasen), Nutzungs- und Protokolldaten.
- Betroffene: Beschäftigte und Beauftragte des Kunden; Personen, deren Daten der Kunde in Inhalten verarbeitet (z. B. Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner).
- Besondere Kategorien (Art. 9 DSGVO): nur, soweit der Kunde sie in Inhalte einbringt; der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit verantwortlich.
Anlage 2 – Technische und organisatorische Maßnahmen
- Zugangskontrolle: Anmeldung per Einmalcode an die E-Mail-Adresse, keine Kundenpasswörter; Sitzungen laufen automatisch ab; Rollen (Owner, Admin, Mitglied) mit abgestuften Rechten.
- Zugriffskontrolle intern: Die Betriebskonsole ist nicht öffentlich erreichbar, nur über VPN und nur für berechtigte Mitarbeitende; die Anwendung nutzt eine Datenbankrolle ohne Administratorrechte.
- Trennungskontrolle: Mandantentrennung doppelt – in der Anwendung und zusätzlich in der Datenbank per Row-Level Security.
- Weitergabekontrolle: Verschlüsselte Übertragung (TLS, HSTS); die KI-Modelle sind nur über ein internes Gateway erreichbar, der Inferenzserver nur über VPN.
- Löschung: Aufbewahrungsfristen für Inhalte sind pro Organisation konfigurierbar.
- Verfügbarkeit und Wiederherstellbarkeit: [bitte ergänzen: Datensicherung, Wiederherstellung, Überwachung]
- Physische Sicherheit: [bitte ergänzen: Maßnahmen des Rechenzentrums, Zertifizierungen]
- Organisation: Verpflichtung der Mitarbeitenden auf Vertraulichkeit; regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen.
Anlage 3 – Unterauftragsverarbeiter
- [Betreiber des Rechenzentrums bzw. Server-Hosters – bitte ergänzen] – Bereitstellung der Server für Plattform (app-1) und KI-Inferenz (ai-1) (Deutschland)
- [E-Mail-Versanddienst – bitte ergänzen] – Versand von Anmeldecodes und Systembenachrichtigungen ([bitte ergänzen])